Brüssel. Die Verwendung erneuerbarer Energien trifft nun auch die Jäger.
Auch an der europäischen Jägerschaft geht der Zwang zum wirtschaftlichen Umgang
mit der Energie nicht vorbei. Neueste Studien haben ergeben, dass durch vermehrten Einsatz
so genannter "Leuchtabsehen" der Stromverbrauch in diesem Bereich dramatisch angestiegen
ist. Die Hersteller haben bereits auf den geänderten Bedarf reagiert und ein Zielfernrohr mit
Solarmodul auf den Markt gebracht. Wer das umweltfreundlich in Deutschland hergestellte
Gerät erwirbt, kann zusätzlich in den Genuss einer Abwrackprämie für sein Altglas kommen,
falls dieses nachweislich bereits ein Jahr in seinem Besitz war.
Die Solartechnologie funktioniert jedoch nur, wenn die Waffe nicht nutzlos im Tresor steht,
sondern auch im Revier geführt wird. Die europäische Forstdirektion begrüßte die Einführung
ausdrücklich. "Wir wollen, dass die Jäger sich im Revier aufhalten", berichtete ein Sprecher
der Forstbehörde.
Auch in weiteren Bereichen wird kräftig am Energieverbrauch gefeilt. Sprengstoffexperten
arbeiten derzeit an einem Konzept, welches den bisherigen Pulvereinsatz revolutionieren soll.
Biogas heißt das Zauberwort. Hierzu wird das tierische Gas unter hohem Druck in spezielle
Kartuschen verfüllt. Mit einer Kartusche sollen bis zu 10 ökologisch einwandfreie Schüsse
möglich sein. Mögliche Geruchsbelästigungen sind hinzunehmen. "Das Wild stört sich nicht
daran," sagte ein Sprecher der Herstellerfirma "Im Gegenteil, die sanfte Kuhwitterung
überdeckt den Menschengeruch. Nach dem Schuss wird das Wild vertraut. Oft kann gar ein
zweites Stück beschossen werden".
Das Umweltministerium weist darauf hin, dass bei Neubau von Kanzeln die Bedingungen der
ENEV (Erneuerbare Energien Verordnung) unbedingt einzuhalten sind. Die Fassade ist mit
mindestens 14 cm Dämmstärke zu isolieren. Bei Fußboden und Dach reichen 8 cm. Bei
Einsatz von ökologisch einwandfreiem Material wie Hanf oder Getreidehalmen darf die
Dämmstärke entsprechend reduziert werden. Der Einsatz der beliebten Kanzelheizungen ist
nur bei Verwendung von Solar-Paneels gestattet. Als Alternative werden derzeit Windräder
gestestet, die - exponiert am Kanzeldach befestigt - hohe Effizienz versprechen. Eine weitere
Alternative wären Tretpedale, die vor allem in der kalten Jahreszeit von Vorteil sind: Die
Bewegung erzeugt den notwendigen Strom und hält warm. Die erzeugte Energie soll dann
auch für die beliebten Wilduhren, Wildmeldetelefone und Fotofallen ausreichen, die mit
herkömmlichen Batterien nicht mehr verwendet werden dürfen.
Die mobilen Stiefelheizungen sollen indes bis 2012 ganz vom Markt genommen, und durch
neue Kuhdungsysteme ersetzt werden.
Für den Weg ins Revier soll bis 2020 der Öffentliche Nahverkehr ausgebaut werden. Über ein
spezielles Verteilsystem, bei dem auch Pferdewagen zum Einsatz kommen sollen, wird der
Nimrod dann zur Kanzel gebracht und zu festgelegten Zeiten wieder abgeholt. Ein Sprecher
des Verkehrsministeriums erläuterte, dass bereits erfolgreiche Feldversuche in Polen
durchgeführt worden seien.
Die Redaktion.
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