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Das Auerwild

Aussehen:Auerhahn

Der Hahn hat eine dunkelgrau-schwarze Grundfärbung. Seine Schwingen und die Befiederung seiner Ständer sind braun. Er hat einen weißen Achselfleck und seine Brust weißt ein metallisch blaugrün schillerndes Brustschild auf. Oberhalb seiner Augen besitzt er nackte, rote Rosen die zur Balzzeit stark anschwellen (Balzrosen). Sein Stoß (Fächer) weißt meist 18 bis 20 Oberstoßfedern, die Schaufeln, welche auf der Oberseite mehr oder weniger stark weiß gesprenkelt sind, auf. Sein Schnabel (Broker) ist schiefergrau bis elfenbeinfarben. Der Junge Hahn hat einen noch wenig gekrümmten Oberschnabel und seine Schaufeln sind am Ende abgerundet, kürzer und schmäler als die beim alten Hahn. Der Alte Hahn hat einen stark gekrümmten Oberschnabel und seine Schaufeln sind zum Ende hin  meist verbreitert und erscheinen gerade "abgeschnitten". Ab etwa dem vierten Lebensjahr entwickelt sich bei den Hahnen, unterhalb der Nasenlöcher eine Rille, die Schnabelrille. Eine deutliche Ausprägung derselben deutet auf einen alten Hahn hin.

Die Henne hat als Grundfarbe ihres Gefieders eine mehr oder minder starke rostbraune bis rostgelbe Befiederung. Deutlich ausgeprägt ist ihr rostgelbes bis kastanienbraunes Brustschild. Die Querbänderung sowie Sprenkelung des Hennengefieders ist in den Farben schwarz und grau; sie ist im Gegensatz zur Birkhenne kräftiger. Ihr Stoß ist relativ lang und abgerundet.

Das Auerwild ist Europas größter Hühnervogel. Der gut Gänsegroße Hahn wiegt im Alpenraum etwa 3,5 bis 6 kg. Hennen wiegen etwa 1,3 bis 2,3 kg. 

Vorkommen:
Das Auerwild bewohnt reich gegliederte, lichte Misch- und Nadelwälder mit Vorkommen von Altholzbeständen. Am günstigsten sind für das Auerwild Wälder in denen eine reiche Kraut- und Strauchschicht vorkommt, sowie Altholzbestände die sehr licht stehen. Sogenannte Plenterwälder sind ein beliebter Lebensraum. Auerwild braucht auch ganzjährigen Zugang zu Wasser und die Möglichkeit Magensteine aufzunehmen (Wegböschungen, Wurzelteller) .
Lebensweise:
Das Auerwild ist ein scheuer, unauffälliger Waldbewohner der in seiner Bestandeszahl ( "Bestand" - Auerwild zählt zur hohen Jagd), gegenüber den Nachkriegsjahren, deutlich zurückgegangen ist. Die Ursache dafür liegt wieder einmal mehr nicht beim Jäger sondern in der Reduktion der Lebensräume vom Auerwild. Mischwälder wurden durch Monokulturen (Fichte) ersetzt, diese Monokulturen bedeuten das Aus für das Auerwild. In manchen Gebieten wurde bei der Waldbewirtschaftung wieder auf die Lebensraumbedürfnisse des Auerwildes gedacht. Der Erfolg, eine Bestandeszunahme des Auerwildes, stellte sich alsbald ein.
Fortpflanzung:
Die Balz beim Auerwild ist stark von der Höhenlage und der Witterung abhängig. Sie kann bereits im März beginnen und ebenso noch im Juni vorhanden sein. Zumeist fällt sie aber in die Monate April bis Mai. Die Balz findet auf traditionellen Balzplätzen und Balzbäumen statt wobei der Hahn bereits am Abend seinen Balzbaum bezieht und somit Balz- und Schlafbaum ident ist. Noch bei Finsternis beginnt der Hahn frühmorgens, nach kurzem Einspiel, seine Strophen und Gsetzln zu singen. Knappen - Triller - Hauptschlag - Wetzen. Ein solches Gsetzl dauert etwa 6 Sekunden (wenn der Hahn gut eingespielt ist) und wird laufend wiederholt. Nach Sonnenaufgang überstellt sich der Hahn auf den Boden zur Bodenbalz. Dort balzt er weiter und macht ab und an statt des Schleifens einen Flattersprung. Dabei bringt er sich mit einigen Flügelschlägen in etwa 2m Höhe und kommt mit rüttelnden Flügelschlägen wieder laut polternd zu Boden. Während der Bodenbalz werden auch die Hennen befruchtet (getreten). Sobald die Henne mit der Eiablage beginnt erscheint sie in der Regel nicht mehr am Balzplatz. Die Eier werden, an geschütztem Ort, in eine flach gescharrte Mulde gelegt und von der Henne knapp 4 Wochen bebrütet. In den ersten Lebenswochen ernähren sich die Kücken tierisch (Insekten, Kerfe) um sich dann allmählich auf pflanzliche Kost umzustellen. Die Kücken (Gesperre) bleiben etwa bis Ende August Anfang September bei der Henne und werden dann selbstständig.
Besonderheit:
Beim Auerwild gibt es eine sogenannte Afterbalz. Diese Balz findet im Herbst statt und dient nicht der Fortpflanzung sondern zur Herstellung bzw. Aufrecherhaltung des sozialen Gefüges unter den Hahnen.

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  ^ Mittwoch 23. Mai 2018,   KW 21,   TdJ 143     © 2000 - 2018 Jagdweb.at ^